
Das obige Bild zeigt eine typische "Hunsrück"-Landschaft : eine sich wellende Hochebene, weite Felder, auf denen Bauern Landwirtschaft betreiben (oder müssen wir sagen : betrieben), unterbrochen durch Wälder und Taleinschnitte von Bächen und Flüssen. Die meistens kleinen Bauerndörfer sind nie weit weg. Auf dem Bild erkennt man oben das Dorf Schlierschied, westlich von Gemünden. Die deutlich erkennbare, weisse Kirche spielt eine Rolle in dem, auch im niederländischen Fernsehen gezeigten Film "Heimat". Im Hintergrund der Soonwald, mit dem 658 m hohen Ellerspring.

An dieser Stelle ist das Baybachtal noch einigermassen breit. Wir wandern anstatt durch den dunklen Wald in die späte Herbstsonnenstrahlen hinein. |
..... eine sich wellende Hochfläche, offene Felder wechseln sich mit Wäldern ab .....
Der Hunsrück ist bekannt für sein vielleicht etwas feuchtes, jedoch sehr gesundes Klima. Eine dicke Schneeschicht im Winter kann sich mit heissen Sommertagen abwechseln. Die ursprünglich bäuerliche Bevölkerung hatte über Jahrhunderte ein karges Dasein und ernährte sich von den Erträgen des ziemlich armen Bodens. Nur die Wasserkraft der vielen Flüsschen konnte die schwere Arbeit einigermassen erleichtern. Sonstige Erwerbsmöglichkeiten waren die Forstwirtschaft und die Edelsteingewinnung. Grössere Städte sucht man hier vergebens. Aus den in den Randgebieten und an den Flüssen liegenden grösseren Städten wie Koblenz und Trier kehren die Leute abends nach getaner Arbeit wieder zurück in ihre ca. 350 Dörfer, viele mit Fachwerkhäusern und Schieferdächern. Auf den nächsten Seiten beschreiben wir die Natur, nennen die wichstigsten Sehenswürdigkeiten und gehen tiefer ein auf die vielen Wandermöglichkeiten. Als "Special" wird noch etwas erzählt über das, mittlerweile grösstenteils stillgelegte, Eisenbahnnetz, das durch den Hunsrück führt und bis in die 70-er Jahre funktionierte, heute aber zum grossen Teil verlassen daliegt. |