
Wir schauen vom Gartenbachtal ins Simmerbachtal mit Blick auf Ravengiersburg mit dem überherrschenden Dom
Wie schon vorher erwähnt, wird man grosse und bekannte Sehenswürdigkeiten im Hunsrück vergebens
suchen. Ausser Ruhe und Natur sind es besonders die Intimität und die relativ unverletzte
Vollständigkeit der Landschaft sowie das was der Mensch damit gemacht hat, was den Besucher
beeindruckt, wie auch den Wanderer und den Ausflügler per Auto.
Die Sehenwürdigkeiten, die es gibt, zeugen von einer Vergangenheit, die gekennzeichnet ist durch
Arbeit (besonders der Bauern), beginnende Industrialisierung, den Glauben, Raubritter und die
langsame Ansiedlung des Menschen in Dörfern und kleine Städten. Um mehr Spektakuläres zu erleben,
muss man die grossen Städte (Koblenz, Trier, Mainz) aufsuchen oder auf jeden Fall an die "Grenz"-
Flüssen Rhein und Mosel hinunterfahren.
Zunächst werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kurz aufgezählt.
Die Ruine der Wasserburg Baldenau,
eine der wenigen tiefgelegenen Burgen des Hunsrücks war auch in der Filmserie "Heimat" zu sehen.
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Schlösser, Burgen und RuinenAls Wohnort, als Zufluchtsstätte oder als Raubritternest, eine verhältnismässig arme Gegend wie der Hunsrück beherbergt Dutzende von Schlössern, Burgen und Ruinen. Manche sind noch in Privatbesitz und nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Die vielen Ruinen, oft an unwirtlichen Stellen oben auf einem Berg oder mitten im Wald gelegen, laden allein schon durch ihre pregnante Lage zu einem Besuch ein. Zu nennen sind :Schloss Dhaun (Dhaun), die Ebernburg (Ebernburg), die Ruine Fürstenburg (Stromberg), die Ruine Koppenstein (bei Gemünden), die Wildenburg (bei Kempfeld), die Ruine Balduinseck (6 km. entfernt von Kastellaun), Burg Waldeck (Baybachtal), die Ehrenburg, die Rauschenburg und Schloss Schöneck (alle im Ehrbachtal), die Ruine der Wasserburg Baldenau (bei Hundheim/Bischofsdhron), die Ruine Kyrburg (Kirn), Schloss Wartenstein (bei Kirn / Hahnenbach), die Ruine Hunolstein (Hunolstein), die Burg Kastellaun etc. |
Die einsame Walholzkirche bei Hunolstein
aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Oben auf dem Berg und schön gelegen zwischen
Linden und Kastanienbäumen : die weisse Nunkirche bei Sargenroth, mit den ältesten Fresken
des Hunsrücks (12. Jahrhundert).
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Kirchen und KathedralenEigentlich hat der Hunsrück an schönen Kirchen mehr zu bieten. In vielen Dörfchen sind hübsche Kirchen und Kirchlein zu bewundern, so wohl Katholische als auch Evangelische. Ausser der auffälligen Felsenkirche in Idar-Oberstein und den in den grösseren Ortschaften mehr zentral gelegenen Kirchen, sind die nächsten Kirchen eines Besuches wert :
Die von Franziskanen erbaute Pilgerkirche in Spabrücken hat einen barocken Innenraum. |
Bergwerke und GrubenIn früheren Jahrhunderten wurden im Hunsrück zahllose Gesteins- und Mineraliensorten dem Boden entnommen. Manche Bergwerke und Gruben sind noch zu besichtigen : Kupferbergwerk (Fischbach), Schiefergrube (Bundenbach), Schieferbergwerk (Fell), Quecksilberbergwerk (Niederhausen), Bergwerk (Waldalgesheim), Edelsteingrube (Idar-Oberstein)MuseenHeimatmuseum in Simmern, Birkenfeld und Idar-Oberstein; Flugzeugmuseum und Dampflokmuseum in Hermeskeil, geologisches Freilichtmuseum in Sensweiler, das Edelstein-museum in Idar-Oberstein, das Freilichtmuseum in Sobernheim, Schlossparkmuseum und Rõmerhalle in Bad KreuznachWassermühlenIm Hunsrück war das einzige mechanische Hilfsmittel in früheren Jahrhunderten die Wassermühle. Was von diesen Mühlen übrig blieb, liegt oft idyllisch und still versteckt in den Tälern der vielen Bäche. Manchmal sind die Räder noch zu sehen. Ab und zu als Lokal ausgebaut sind sie meist von aussen zu besichtigen. Die Jahrhunderte alte Ölmühle bei Morbach z.B. ist ein Besuch wert. |
Die jahrhunderte alte Ölmühle bei Morbach wurde 1999
restauriert und ist im Betrieb zu besichtigen. |